Discord
Server - Hosting

Aternos: kostenloses Minecraft-Server-Hosting

Aternos ist die beliebteste Plattform für kostenloses Minecraft-Server-Hosting der Welt. Sie läuft im Browser, braucht keine Installation und unterstützt Vanilla, Paper, Spigot, Forge, Fabric und hunderte fertige Modpacks. Klingt perfekt, aber es gibt Haken, die du kennen solltest, bevor du deine Freunde an Bord holst.

Was Aternos ist

Aternos ist eine Hosting-Plattform, die 2013 vom deutschen Entwickler Mathias Bergen gegründet wurde. Sie bietet kostenlose Minecraft Server an, die komplett über Werbung finanziert werden: keine Abos, keine Premium-Tarife, keine versteckten Gebühren. Seit über zehn Jahren ist sie die Standardwahl für alle, die einen Server für Freunde aufsetzen wollen, ohne etwas auszugeben.

Das Modell ist einfach. Aternos hält einen riesigen Pool virtueller Maschinen vor und teilt sie den Nutzern bei Bedarf zu. Wenn du spielen willst, startest du deinen Server, und wenn du fertig bist, wird er heruntergefahren und die Ressourcen wandern zurück in den Pool. So bedient eine physische Maschine nacheinander ein Dutzend Server, und das Ganze bleibt tragfähig, ohne dass Nutzer Geld zahlen müssen.

Nach eigenen Angaben hostet Aternos mehr als 25 Millionen registrierte Server. Das ist eine astronomische Zahl und erklärt, warum die Warteschlange beim Serverstart lang wirken kann.

Was Aternos unterstützt

  • Vanilla: der reine Minecraft-Java-Server von Mojang, jede aktuelle Version
  • Paper, Spigot, CraftBukkit: Server, die Bukkit/Spigot-Plugins unterstützen
  • Forge: Server mit Mods für die Java Edition
  • Fabric: eine leichtere Alternative zu Forge, die immer beliebter wird
  • NeoForge: ein neuerer Fork von Forge, erst seit Kurzem unterstützt
  • Fertige Modpacks: RLCraft, SkyFactory, All the Mods, Valhelsia und hunderte weitere
  • Bedrock (Nukkit, PocketMine): eingeschränkte Unterstützung, praktisch nicht empfehlenswert

Minecraft Bedrock Edition (die Version für Handys, Konsolen und Windows 10/11) hat eigene, getrennte Server. Aternos unterstützt sie über die Engine Nukkit oder PocketMine, aber das Plugin-Ökosystem dort ist viel dünner als bei Java. Wenn deine Freunde auf Java und Bedrock verteilt sind, brauchst du Geyser, das wir weiter unten behandeln.

Server einrichten, Schritt für Schritt

Der ganze Vorgang von der Registrierung bis zum laufenden Server dauert etwa 10 Minuten. So gehst du vor:

1. Account erstellen

Geh auf aternos.org und klick auf „Register“. Du brauchst nur einen Benutzernamen und ein Passwort. Eine E-Mail-Adresse ist optional, aber sinnvoll, damit du den Zugriff auf deinen Server nicht verlierst. Ein Aternos-Account = ein Server.

2. Software und Version wählen

Klick nach dem Login auf „Create Server“. Du siehst eine Liste der verfügbaren Software. Für einen Server, auf dem du mit Freunden normales Survival spielst, ist Paper 1.21.x die beste Wahl: Es ist schneller als Vanilla und unterstützt Plugins. Wenn du einen Server ohne Veränderungen planst, geht auch Vanilla, aber es bringt gegenüber der Performance von Paper keinen Vorteil.

Wähl die neueste stabile Spielversion, es sei denn, alle deine Spieler haben einen älteren Client. Minecraft-Versionen sind nicht abwärtskompatibel: Ein Spieler mit 1.20.4 kann einem 1.21.4-Server nicht beitreten.

3. Server starten

Geh nach dem Speichern der Einstellungen zurück zum Server-Dashboard und klick auf den grünen Button „START“. Hier begegnet dir das Erste, was dich überraschen kann: das Warteschlangen-System. Wenn viele andere Nutzer aktiv sind, kommst du in eine Warteschlange und musst warten. Bei wenig Betrieb startet der Server in 10-30 Sekunden. Bei Spitzenlast kann es über zehn Minuten dauern.

Wichtig: Aternos fährt den Server automatisch herunter, wenn 5 Minuten lang kein Spieler online ist. Wenn du allein spielst und kurz rausfliegst, geht der Server aus und du musst ihn über die Warteschlange neu starten. Wenn du eine Multiplayer-Session planst, achte darauf, dass immer mindestens eine Person online ist.

4. Mit dem Server verbinden

Die Serveradresse steht oben auf der Seite und sieht etwa so aus: yourname.aternos.me. Kopier sie und füge sie in Minecrafts Feld „Serveradresse“ ein. Der Standardport (25565) steckt bereits in der Adresse, du musst ihn also nicht separat eingeben.

Plugins installieren

Plugins funktionieren nur auf Engines, die die Bukkit-API unterstützen: Paper, Spigot und CraftBukkit. Auf Vanilla, Forge oder Fabric kannst du keine Plugins installieren (Fabric hat Mods, keine Plugins, das ist eine andere Architektur).

So installierst du ein Plugin über das Aternos-Panel

  1. Klick im Server-Panel auf den Tab „Software“ oder „Plugins“
  2. Gib den Namen des Plugins ins Suchfeld ein. Aternos durchsucht Bukkit, Spigot und Hangar
  3. Klick neben dem gewünschten Plugin auf „Install“
  4. Starte den Server oder starte ihn neu. Das Plugin wird beim nächsten Start geladen

Du kannst ein Plugin auch von Hand installieren: Lade die .jar-Datei von SpigotMC oder Hangar herunter und lade sie dann über den Tab „Files“ in den Ordner /plugins hoch.

Beliebte Plugins für Aternos

  • EssentialsX: die Befehle /home, /warp, /tpa und /kit, ein absolutes Muss
  • LuckPerms: Verwaltung von Rängen und Berechtigungen
  • WorldEdit: Massenbearbeitung von Gelände, unverzichtbar beim Bauen
  • WorldGuard: schützt Regionen vor Griefing
  • Vault: eine Bibliothek, die viele andere Wirtschafts-Plugins brauchen
  • CoreProtect: protokolliert Spieleraktionen und lässt dich Griefing rückgängig machen
  • Geyser + Floodgate: eine Brücke zwischen Java und Bedrock, mit der Handy- und Konsolenspieler einem Java-Server beitreten können

Die vollständige Liste der Plugins mit Beschreibungen findest du in unserem Minecraft-Plugin-Katalog.

Plugins konfigurieren

Nach dem ersten Start legt jedes Plugin einen Konfigurationsordner in /plugins/PluginName/ an. Die Konfigurationsdatei ist meist config.yml. Bearbeite sie über den Tab „Files“ im Aternos-Panel. Denk daran, dass du nach einer Änderung der Konfiguration meist nur das Plugin oder den Server neu laden musst; ein vollständiges Herunterfahren ist nicht nötig.

Mods installieren

Mods sind Erweiterungen, die den Spielcode von Grund auf verändern: Sie fügen neue Blöcke, Mechaniken und Dimensionen hinzu. Anders als Plugins brauchen sie eine passende Engine (Forge oder Fabric) und müssen meist sowohl auf dem Server als auch auf dem Client jedes Spielers installiert werden.

Mods über das Aternos-Panel

  1. Achte darauf, dass auf dem Server Forge oder Fabric läuft (ändere die Software in den Einstellungen)
  2. Geh zum Tab „Mods“
  3. Such eine Mod nach Namen. Aternos durchsucht CurseForge und Modrinth
  4. Klick auf „Install“ und warte auf den Download
  5. Starte den Server. Die Mod wird automatisch geladen

Fertige Modpacks

Statt Mods von Hand zusammenzusuchen, kannst du beim Erstellen des Servers ein fertiges Modpack wählen. Aternos bietet hunderte fertige Packs von CurseForge an. Beliebte Auswahl:

  • RLCraft: extremes Survival, eine Herausforderung für erfahrene Spieler
  • SkyFactory 4: Skyblock mit umfangreicher Automatisierung
  • All the Mods 9: ein riesiges Pack für Fans von Tech-Mods
  • Better Minecraft: eine Vanilla-Erweiterung, die das Gefühl des Originals bewahrt
  • Pixelmon: Pokémon in Minecraft

Bei Modpacks gilt: Alle Spieler müssen lokal exakt dieselbe Pack-Version installiert haben. Am einfachsten gelingt das mit Launchern wie der CurseForge-App oder dem Prism Launcher, die Versionen automatisch abgleichen.

Behalte den RAM im Blick: Schwere Modpacks (All the Mods, SevTech Ages) können mehr Speicher brauchen, als Aternos dir gibt. Wenn der Server beim Start abstürzt oder „Out of Memory“-Fehler wirft, liegt es daran. Überleg dir einen Wechsel zu bezahltem Hosting mit garantierter RAM-Menge.

Limits: Warteschlange, RAM, Slots

Aternos ist kostenlos, aber kein Zauber. Das sind die Grenzen, mit denen du leben musst:

Das Warteschlangen-System

Das ist die größte Einschränkung von Aternos und die Quelle von Frust für Millionen Nutzer. Bevor dein Server startet, kommt er in eine globale Warteschlange aller Server, die auf Ressourcen warten. In Stoßzeiten (abends, am Wochenende) kann die Wartezeit 5-15 Minuten betragen. Nachts oder früh am Morgen sind es etwa ein Dutzend Sekunden.

Es gibt keinen Trick, die Warteschlange zu überspringen. Aternos bietet bewusst keine Option „Premium, ohne Warteschlange“ an, was für einen kostenlosen Dienst ein überraschender Ansatz ist. Wenn eine reguläre Wartezeit von 10 Minuten beim Start für deine Gruppe nicht tragbar ist, ist das ein klares Zeichen, dass du dich nach bezahltem Hosting umsehen solltest.

Automatisches Herunterfahren

Der Server fährt automatisch herunter, wenn 5 Minuten lang keine Spieler online sind. Eine Option „Server rund um die Uhr online halten“ gibt es nicht. Damit scheidet Aternos für alles aus, was durchgehend laufen muss: Auktionen, Zeitpläne, automatische Events, AFK-Farmen.

Zugewiesener RAM

Aternos weist Ressourcen dynamisch zu, du hast also keinen Einfluss auf die RAM-Menge. In der Praxis bekommen normale Paper-Server meist 2-4 GB. Für 5-10 Spieler auf reinem Survival reicht das. Für größere Gruppen oder schwere Modpacks nicht.

Außerdem kannst du den geografischen Standort des Servers nicht wählen. Aternos entscheidet, wo er läuft. Je nachdem, wo du wohnst, kann das einen höheren Ping bedeuten, wenn der Server in den USA oder Asien landet.

Keine feste IP und keine eigene Domain (im kostenlosen Tarif)

Die Adresse, die du bekommst, ist eine Subdomain von .aternos.me. Eine eigene Domain kannst du nicht anbinden. Die IP-Adresse kann sich zwischen den Sessions ändern, deshalb ist es wichtig, den Domainnamen zu verwenden und nicht die IP.

Fehlende Funktionen

  • Kein BungeeCord / Velocity (ein Netzwerk aus verbundenen Servern)
  • Kein Konsolenzugriff per SSH oder FTP, nur das Browser-Panel
  • Kein Zeitplan für automatische Neustarts (der Server fährt sich ohnehin selbst herunter, sobald er leer ist)
  • Keine automatischen Backups (die Welt kannst du über „Files“ von Hand herunterladen)

Nutzungsbedingungen

Aternos verbietet das Hosten kommerzieller Server: Du darfst keine Ränge verkaufen, keinen Item-Shop betreiben und auf keinem anderen Weg mit einem dort gehosteten Server Geld verdienen. Wenn du Einnahmen planst, setz von Anfang an auf bezahltes Hosting.

Serverkonfiguration

Das Aternos-Panel hat einen Tab „Options“ mit grafischer Oberfläche für die Grundeinstellungen. Für fortgeschrittene Konfiguration nutzt du den Tab „Files“ und bearbeitest die Dateien von Hand.

Grundeinstellungen (Tab Options)

  • Spielmodus: Survival, Creative, Adventure, Spectator
  • Schwierigkeit: Friedlich, Leicht, Normal, Schwer
  • Welt-Seed: Du kannst vor dem ersten Start einen Seed eingeben
  • Whitelist: Nur eingeladene Spieler können beitreten
  • PvP-Modus: Kämpfe zwischen Spielern ein- oder ausschalten
  • Spielerlimit: die maximale Zahl gleichzeitiger Verbindungen
  • Online-Modus: Schalte ihn NUR für Clients ohne bezahlten Account aus (Minecraft Java ohne Kauf)

server.properties: von Hand bearbeiten

Die vollständige Konfiguration von Vanilla- und Paper-Servern steckt in der Datei server.properties, die du über „Files“ erreichst. Wichtige Parameter:

  • max-players: das Spielerlimit (Standard 20)
  • view-distance: Render-Distanz der Chunks (Standard 10, auf Aternos auf 6-8 senken)
  • simulation-distance: wie weit Redstone und Entities simuliert werden (auf 4-6 senken)
  • spawn-protection: der Radius des Spawn-Schutzes in Blöcken (0 = deaktiviert)
  • motd: die Serverbeschreibung, die in der Serverliste im Spiel angezeigt wird

Auf Aternos ist es besonders wichtig, view-distance und simulation-distance zu senken, denn sie wirken sich direkt auf den RAM-Verbrauch und die TPS des Servers aus. Mit den Standardwerten laggt ein Server für 10 Spieler. Setz view-distance auf 6-8 und simulation-distance auf 4-5.

Operatoren und Whitelist

Um einen Spieler zum Operator zu machen (Zugriff auf Operator-Befehle), nutz die Serverkonsole im Aternos-Panel und gib op Spielername ein. Um einen Spieler auf die Whitelist zu setzen, gib whitelist add Spielername ein. Denk daran, dass die Whitelist aktiviert sein muss (im Tab Options oder mit whitelist on), sonst kann jeder beitreten, selbst wenn du Leute zur Liste hinzugefügt hast.

Die Welt verwalten

Über den Tab „Files“ kommst du an den Weltordner. Du kannst:

  • die ganze Welt als .zip-Datei herunterladen: Mach das regelmäßig als Backup
  • eine bestehende Welt aus deinem lokalen Minecraft hochladen
  • die Welt zurücksetzen, indem du den Ordner löschst und den Server neu startest
  • Daten (zum Beispiel den NBT eines Spielers) mit Offline-Tools bearbeiten

Domains und IP-Adressen

Jeder Aternos-Server bekommt eine Adresse im Format yourname.aternos.me, wobei „yourname“ der Name ist, den du bei der Registrierung gewählt hast. Diese Adresse ist fest: Sie ändert sich zwischen den Sessions nicht, auch wenn sich im Hintergrund die IP ändert. Sie ist die einzige kostenlose „Domain“, die Aternos anbietet.

Eigene Domain bei Aternos: Ist das möglich?

Technisch nicht, denn Aternos unterstützt keine eigenen Domains. Mit einem SRV-Eintrag im DNS deiner Domain lässt sich das aber umgehen. Wenn du eine Domain besitzt (zum Beispiel mc.yoursite.com), kannst du einen SRV-Eintrag setzen, der mit dem richtigen Port auf yourname.aternos.me zeigt. Spieler verbinden sich dann über mc.yoursite.com, und der Datenverkehr geht zu Aternos.

Das funktioniert, hat aber eine Einschränkung: Der Port muss stimmen, und Aternos kann ihn ändern. Verlässlicher ist es, sich einfach die Adresse .aternos.me zu merken.

Serverport

Der Standardport von Minecraft ist 25565 und im Protokoll verankert, du musst der Adresse yourname.aternos.me also keinen Port hinzufügen. Aternos kann manchmal einen anderen Port zuweisen, dann sieht die Adresse so aus: yourname.aternos.me:25566. Prüf vor jeder Session die aktuelle Adresse im Panel.

Aternos vs bezahltes Hosting

Aternos ist ideal für den Einstieg, ersetzt aber kein bezahltes Hosting, sobald deine Ansprüche wachsen. Ein ehrlicher Vergleich:

Wann Aternos reicht

  • Du spielst gelegentlich mit 2-10 Freunden, nicht jeden Tag
  • Dir macht es nichts aus, vor jeder Session in der Warteschlange zu warten
  • Du brauchst den Server nicht rund um die Uhr online
  • Du testest eine Konfiguration oder lernst Serveradministration
  • Du planst keine Monetarisierung

Wann du bezahltes Hosting brauchst

  • Du willst einen Server, der rund um die Uhr ohne Warteschlange verfügbar ist
  • Du planst mit mehr als 15-20 Spielern gleichzeitig
  • Du brauchst eine feste IP oder eine eigene Domain
  • Du betreibst einen Server mit Rängen, Shop und Events
  • Du nutzt schwere Modpacks, die 6+ GB RAM brauchen
  • Du brauchst automatische Backups und eine Uptime-Garantie (SLA)

Was bezahltes Hosting kostet

Gutes bezahltes Minecraft-Hosting in Polen kostet 15-30 PLN im Monat für einen Server für 10-20 Spieler mit 4 GB RAM. Für 20-50 Spieler und 8 GB RAM sind es 40-80 PLN im Monat. Im Vergleich zum Frust mit der Aternos-Warteschlange ist das für eine Gruppe, die regelmäßig spielt, eine sehr vernünftige Ausgabe. Mehr zu den bezahlten Optionen findest du in unserem Ratgeber zu kostenlosem und günstigem Minecraft-Hosting.

Profi-Tipp: Viele Spieler starten auf Aternos, testen Plugins und Konfiguration und wechseln zu bezahltem Hosting, sobald der Server Form annimmt und eine feste Spielergruppe hat. Das ist ein vernünftiger Weg: Aternos als Prototyp, bezahltes Hosting als Produktivsystem.

Alternativen: Minehut und PloudOS

Aternos ist nicht die einzige kostenlose Hosting-Option. Es lohnt sich, die Alternativen zu kennen, denn jede hat andere Stärken.

Minehut

Minehut ist eine amerikanische Plattform mit anderem Ansatz: Server sind immer online, ohne Warteschlange. Das klingt besser, hat aber einen Haken: Der kostenlose Tarif hat ein sehr kleines Spielerlimit (3-5 gleichzeitig) und begrenzte Ressourcen. Die Oberfläche ist einfacher als bei Aternos, die Konfigurationsmöglichkeiten sind aber deutlich dünner. Minehut eignet sich gut für schnelle Tests oder wenn du einen jederzeit verfügbaren Server ohne Warten willst, aber nur für eine sehr kleine Gruppe.

PloudOS

PloudOS bietet einen kostenlosen Tarif mit garantiertem RAM und ohne Warteschlange, aber die Limits sind streng: Der kostenlose Tarif gibt dir 512 MB RAM, was für einen leeren Paper-Server kaum reicht. Der Tarif „Plus“ für einige Euro im Monat ist deutlich sinnvoller. PloudOS hat gute Verfügbarkeit europäischer Server, was für europäische Spieler einen niedrigeren Ping bedeutet als bei Aternos.

Vergleich im Überblick

  • Aternos: die besten Konfigurationsmöglichkeiten, kostenlos ohne Slot-Limit, aber mit Warteschlange und automatischem Herunterfahren
  • Minehut: keine Warteschlange, immer online, aber ein Limit von 3-5 Spielern im kostenlosen Tarif
  • PloudOS: europäische Server, niedriger Ping, ein zu schwacher kostenloser Tarif (512 MB)

Für eine Gruppe von bis zu 15 Spielern, die die Warteschlange verkraftet, gewinnt Aternos. Wenn Verfügbarkeit rund um die Uhr für eine kleine Gruppe Vorrang hat, nimm Minehut. Den vollständigen Vergleich findest du in der Anleitung So erstellst du einen Minecraft Server.

Praktische Tipps für Aternos-Nutzer

Senk die view-distance direkt nach dem ersten Start

Das ist die wichtigste Optimierung auf Aternos. Setz in der Datei server.properties view-distance=6 und simulation-distance=4. Der Server läuft deutlich stabiler, und Spieler merken beim normalen Spielen kaum einen Unterschied.

Nimm Paper statt Spigot

Paper ist ein Fork von Spigot mit hunderten Performance-Fixes. Auf Aternos mit seinen begrenzten Ressourcen ist der Unterschied spürbar: Die TPS (Ticks pro Sekunde) sind höher, und der Server laggt seltener. Wähl Paper beim Erstellen des Servers oder wechsle die Software in den Einstellungen.

Mach regelmäßig Backups

Aternos erstellt keine automatischen Backups. Geh einmal pro Woche in „Files“, such den Weltordner und lade ihn als ZIP herunter. Einen Versionsverlauf gibt es nicht: Wenn die Welt beschädigt wird, verlierst du alles. Ein paar Minuten pro Woche für Backups können Monate an Arbeit retten.

Richte die Whitelist ein, bevor du Spieler einlädst

Standardmäßig erzeugt Aternos eine öffentliche Adresse, sodass jeder beitreten kann, der sie kennt. Wenn du keine Fremden auf deinem Server willst, schalte die Whitelist vor dem ersten Start ein. Im Options-Panel oder über die Konsole: whitelist on, dann whitelist add Spielername für jede Person.

Plane Sessions im Voraus

Sag deinen Spielern, dass sie sich ungefähr zur selben Zeit einloggen sollen, denn der Server läuft nicht, bis du ihn über das Panel startest. Eine gute Angewohnheit ist, dass der Organisator den Server 5-10 Minuten vor der vereinbarten Zeit startet, damit sich die Warteschlange auflösen kann.

Prüf die Versionskompatibilität

Ein häufiges Problem auf Aternos ist eine Abweichung zwischen Client- und Serverversion. Frag vor einer Session alle, welche Minecraft-Version sie installiert haben, und stell den Server auf dieselbe ein. Alternativ installierst du das Plugin ViaVersion, mit dem Spieler mit neueren Clients einem älteren Server beitreten können.

Konfiguriere Paper über seine Konfigurationsdateien

Neben der server.properties hat Paper eigene Konfigurationsdateien, config/paper-global.yml und config/paper-world-defaults.yml. Dort findest du erweiterte Optimierungsoptionen, darunter Entity-Limits pro Chunk, Trichter-Einstellungen und Optimierungen beim Chunk-Laden. Auf einem Aternos-Server lohnt es sich besonders, max-entity-collisions zu senken.

FAQ: häufige Fragen zu Aternos

Ist Aternos wirklich kostenlos?

Ja, Aternos ist komplett kostenlos: Es gibt keinen Bezahltarif. Die Plattform finanziert sich über die Werbung im Panel. Der Nachteil ist das Warteschlangen-System: Bevor dein Server startet, wartest du je nach Auslastung der Aternos-Server zwischen einigen Sekunden und über zehn Minuten.

Wie viele Spieler können gleichzeitig auf Aternos spielen?

Aternos setzt kein hartes Slot-Limit im technischen Sinn: Du kannst in der Konfiguration jede beliebige Zahl einstellen. In der Praxis können bei wenig RAM (meist 2-4 GB, die Aternos zuweist) aber 5-15 Spieler auf einem normalen Survival-Server bequem spielen. Mit schweren Modpacks sinkt diese Zahl auf 3-8 Spieler.

Wie lange bleibt ein Aternos-Server ohne aktive Spieler an?

Aternos fährt den Server automatisch herunter, wenn 5 Minuten lang kein Spieler online ist. Das ist eine der größten Einschränkungen der Plattform: Der Server kann nicht im Hintergrund laufen, etwa für Plugins mit geplanten Aufgaben oder dauerhafte Infrastruktur. Jeder Start führt durch die Warteschlange.

Verwandte Seiten