Mojang hat am Dienstag, den 15. September 2026, das Update Wilderness Bound veröffentlicht, den dritten Drop mit neuen Inhalten für Minecraft in diesem Jahr. In der Java Edition trägt es die Nummer 26.3, und am selben Tag ist es auch in der Bedrock Edition erschienen. Die Neuerungen sind für alle kostenlos, die das Spiel schon besitzen. Die wichtigsten sind der Rotlaubwald (Dappled Forest) mit Pappeln, verlassene Lager (Abandoned Camp), Strohbetten (Straw Bed) und Kissen (Cushion), auf die du dich setzen kannst.

Rotlaubwald und Pappeln in drei Farben

Die größte Neuerung ist der Rotlaubwald, eine neue Waldart, die in der Nähe kalter Biome generiert wird. Dort wachsen Pappeln, sowohl stehende als auch umgestürzte, und jeder Baum trägt Laub in einer von drei Farben: Rot, Orange oder Gelb. Die Partikel der herabfallenden Blätter passen farblich zur Krone. Aus dem Laub fallen Pappelsetzlinge, aus denen ein Baum in einer von drei zufällig gewählten Varianten wächst. Die Setzlinge kannst du auch beim Fahrenden Händler kaufen. Genau ein Rotlaubwald mit Lager ist auf dem neuen Panorama im Hauptmenü zu sehen.

Aus Pappelstämmen (Poplar Log) lässt sich ein komplettes Set des neuen Holzes herstellen: Pappelholzbretter, Treppen, Stufen, Türen, Falltüren, Zäune und Zauntore, dazu Schilder, Regale, Knöpfe, Druckplatten und Boote, auch in der Version mit Truhe. Laut Beebom haben Pappelholzbretter und -stämme einen warmen Grauton, ähnlich wie Blasseichenholz, und bieten eine neutrale Farbpalette, die beim Hausbau nützlich ist.

An stehenden und umgestürzten Pappeln wächst der Baumpilz (Shelf Mushroom), ein neuer Pilz in zwei Größen. Einen kleinen Baumpilz kannst du mit Knochenmehl vergrößern, und aus einem großen fallen beim Abbauen zwei Baumpilze. In Rezepten verhält sich der Baumpilz wie andere Pilze, eignet sich also für Pilzsuppe und Seltsame Suppe, und wenn du auf ihn springst, wirst du leicht abgefedert, ähnlich wie auf einem Bett. Auch den Baumpilz bietet der Fahrende Händler an. Zwischen den Bäumen wachsen Büschel des Roten Strauchs (Red Shrub), einer Dekopflanze, die du in den Komposter werfen kannst. Mit Knochenmehl wächst direkt daneben ein weiterer Strauch.

Im Rotlaubwald tauchen Schafe, Hühner, Kühe, Schweine, Kaninchen und Füchse auf, wo möglich in den Varianten der kalten Biome. Völlig neue Mobs bringt das Update nicht.

Verlassene Lager und neue Karten

Verlassene Lager (Abandoned Camp) sind eine neue Struktur, die in achtzehn Biomen generiert wird, von Almen und Kirschhainen über Wälder, Taigas und Dschungel bis zu Sümpfen, Savannen, Bewaldeten Tafelbergen und dem Blassen Garten. Jedes dieser Biome hat eine eigene Lagervariante, die optisch zur Umgebung passt, auch wenn sich einige Elemente überall wiederholen. In den Lagern stehen Truhen und Fässer mit Beute.

In der Beute der Lager findest du neue Entdeckerkarten (Explorer Maps). Manche führen zu anderen Lagern in acht Biomen, unter anderem im Rotlaubwald, im Kirschhain oder im Blassen Garten, andere zu älteren Strukturen: zur Antiken Stadt, zu den Prüfungskammern, zur verlassenen Mine, zu den Wüsten- und Dschungeltempeln, zu Unterwasserruinen und zum Waldanwesen.

Auch das Kartensystem selbst hat sich geändert. Entdeckerkarten sind jetzt eigene Gegenstände mit eigenen Symbolen und keine umbenannten normalen Karten mehr, und die aus älteren Welten werden beim Laden in die neuen Gegenstände umgewandelt. Entdeckerkarten und Schatzkarten lassen sich nicht mehr verkleinern, weder an der Werkbank noch am Kartentisch. Beebom bezeichnet Wilderness Bound als eines der gemütlichsten und am stärksten aufs Erkunden ausgerichteten Updates des Jahres, in dem statt Kämpfen und neuen Mobs das Entdecken der Welt zählt.

Kissen, Strohbetten, Treppen und Stufen

Das Kissen ist ein Gegenstand, den du in der Welt platzierst, um dich daraufzusetzen. Du stellst es aus drei Wollstufen in einer Farbe her, deshalb gibt es es in sechzehn Farben. Du kannst es auf jede ebene Fläche legen, es hat keine Kollision und darf sich mit anderen Objekten überschneiden, außer mit anderen Kissen. Kolben schieben es nicht, und verschwindet der Block darunter, wird das Kissen zerstört.

Mit dem Strohbett kannst du die Nacht durchschlafen, ohne einen Spawnpunkt zu setzen. Es funktioniert nur einmal und verschwindet nach der Benutzung. Im Nether und im Ende kannst du es nicht verwenden, denn der Schlafversuch endet mit der Zerstörung des Betts. Aus drei Strohballen entstehen vier Strohbetten, und im Statistikfenster gibt es jetzt einen Zähler für Nächte, die du genau auf ihnen verschlafen hast.

Jede Farbe von Wolle und Beton hat jetzt außerdem eigene Treppen und Stufen, zum Beispiel die Weiße Wolltreppe oder die Weiße Betonstufe. Die Wollvarianten dämpfen Vibrationen wie normale Wolle, was bei Sculk-Sensoren eine Rolle spielt, und Betontreppen und -stufen kannst du auch in der Steinsäge (Stonecutter) herstellen. Laut Beebom bilden Wolltreppen und -stufen oft die Dächer der verlassenen Lager.

Grafik, Spielfenster und Realms

Die Option „Verbesserte Transparenz“ (Improved Transparency) in den Grafikeinstellungen aktiviert jetzt einen neuen Algorithmus für reihenfolgenunabhängige Transparenz (order-independent transparency, OIT). Transparente Objekte müssen vor dem Rendern nicht mehr sortiert werden, und laut Mojang beseitigt das alle gravierenderen Fehler damit, etwa dass manche Objekte verschwinden, wenn man sie durch transparente Flächen betrachtet. Der Algorithmus ist allerdings eine Annäherung, deshalb tauchen kleine neue Artefakte auf, zum Beispiel eine leicht falsche Farbe von Wolken, die man durch mehrere Schichten transparenter Flächen sieht. Die Hardware soll außerdem stärker belastet werden als mit der vorherigen Version der Option. Du kannst sie mit F3 + X umschalten. Beebom nennt als Beispiel ein Boot auf dem Wasser, das man durch Glas betrachtet: Früher konnte es aussehen, als wäre es überflutet, jetzt wird es korrekt dargestellt. In den Patchnotes bedankt sich Mojang bei der Mod-Community für das Wissen, das bei dieser Änderung geholfen hat.

Die Java Edition nutzt jetzt die Bibliothek SDL3 statt GLFW für Fenster, Steuerung und Systemintegration. Im Interface ist der randlose Vollbildmodus jetzt der Standard, und der Wechsel in den exklusiven Vollbildmodus erfordert keinen Neustart des Spiels mehr. Die Steuerungseinstellungen basieren jetzt auf physischen Tasten statt auf vom Tastaturlayout abhängigen Codes, und unter Linux läuft das Spiel nativ mit Wayland, falls es verfügbar ist. Außerdem wurde Gotisch zur Sprachliste hinzugefügt.

In Realms kannst du bis zu fünf Einladungscodes pro Realm erstellen, ihre Gültigkeit festlegen, sie deaktivieren und löschen. Einem Realm trittst du bei, indem du den Code auf einem neuen Bildschirm im Realms-Menü eingibst. Im Zuschauermodus (Spectator Mode) kannst du jetzt Portale zur Teleportation nutzen.

Verfügbarkeit und Weg zur Veröffentlichung

Das Update ist kostenlos, du brauchst lediglich Minecraft: Java Edition oder Minecraft: Bedrock Edition. Auf Konsolen setzt Online-Multiplayer ein separates Abonnement der jeweiligen Plattform voraus. Wilderness Bound ist der dritte Drop des Jahres 2026, nach dem Update 26.1 im März und 26.2 Chaos Cubed im Juni.

In der Java Edition wurden die Änderungen ab dem 23. Juni in zehn Snapshots getestet, danach in drei Pre-Releases und drei Release Candidates, von denen der letzte am 14. September erschien, einen Tag vor dem Release.

Quellen