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Minecraft-Nahrungsfarm
Kapitel 5 von 12

Nahrungsfarm in Minecraft

Automatische Farmen für Weizen, Karotten, Kartoffeln und Fleisch.

Nahrung ist die Grundlage des Überlebens in Minecraft. Ohne sie leert sich deine Hungerleiste, du kannst nicht mehr sprinten, und sobald sie bei null ist, verlierst du Leben. Zu Beginn reicht es, Tiere zu jagen und Feldfrüchte von Hand anzubauen, aber mit wachsender Basis und längeren Expeditionen wird eine automatische Nahrungsfarm zur Pflicht. Das ist wahrscheinlich die erste Farm, die du bauen solltest, noch vor der XP-Farm oder der Eisenfarm. Wenn du gerade erst anfängst, wirf einen Blick in unseren Einsteiger-Ratgeber, der dich durch die ersten Nächte führt.

Weizenfarm mit einem Bauern-Dorfbewohner

Die einfachste vollautomatische Nahrungsfarm nutzt das Verhalten eines Dorfbewohners mit dem Beruf Bauer. Ein Dorfbewohner, der einen Komposter (den Block zum Kompostieren von Pflanzen) für sich beansprucht, wird automatisch zum Bauern und kann Feldfrüchte pflanzen und ernten. Der Trick, der die Farm funktionieren lässt: Ein Bauer sammelt mehr Feldfrüchte, als er braucht, und wirft den Überschuss anderen Dorfbewohnern zu. Diesen Überschuss fangen wir mit Trichtern ab.

Der Bau ist einfach: Baue ein umschlossenes Feld, sagen wir 9x9 Blöcke, mit Wasser in der Mitte (zur Bewässerung) und Trichtern, die unter den Erdblöcken versteckt sind. Setze den Bauern mit einem Komposter und einem Vorrat an Samen auf das Feld. Der Bauer pflanzt und erntet Weizen automatisch, und du sammelst den Überschuss mit Trichtern in Truhen darunter. Den Weizen kannst du dann zu Brot craften (3 Weizen = 1 Brot) oder zum Züchten von Kühen verwenden.

Eine einzelne Farm mit einem Bauern und einem 9x9-Feld liefert etwa 200-400 Weizen pro Stunde, das entspricht 60-130 Broten. Das reicht locker, um einen Spieler satt zu halten, auch bei ausgiebigem Erkunden und Kämpfen.

Karotten- und Kartoffelfarm: die bessere Alternative

Karotten und Kartoffeln schlagen Weizen in mehreren Punkten. Erstens kannst du Karotten direkt vom Feld essen, ohne sie zu verarbeiten, und Ofenkartoffeln stellen 5 Hungerpunkte wieder her, genauso viel wie Brot. Zweitens lässt jede geerntete Pflanze mehrere Gegenstände fallen, der Ertrag pro Feld ist also deutlich höher als bei Weizen.

Die Farm funktioniert genau wie die Weizenfarm: Der Bauer pflanzt, erntet und wirft den Überschuss aus. Der Unterschied: Karotten und Kartoffeln sind zugleich Saatgut und Ernte, der Bauer braucht also keine separaten Samen. Gib ihm einfach ein paar Karotten oder Kartoffeln zum Start, und alles Weitere läuft automatisch.

Wenn du die Kartoffeln automatisch garen willst, füge ein Trichtersystem hinzu, das in einen Ofen mit automatischer Brennstoffversorgung führt (zum Beispiel von einer Holzfarm oder aus Bambusblöcken). Ofenkartoffeln gehören zu den besten Nahrungsquellen im Spiel: leicht in Massen herzustellen, und sie stellen eine ordentliche Menge Hunger wieder her.

Hühnerfarm: vollautomatisches Fleisch

Die Hühnerfarm ist ein Klassiker der Nahrungsautomatisierung in Minecraft und eine der elegantesten Farmen im Spiel. Der Mechanismus ist clever: Hühner stehen auf Trichtern, die ihre Eier einsammeln. Die Eier werden zu einem Werfer befördert, der sie automatisch hinausschießt. Aus jedem Ei schlüpft mit einer Chance von 1/8 ein Küken. Die Küken fallen auf eine Stufe neben Lava (zu klein, um sie zu erreichen), und wenn sie erwachsen werden, berühren ihre Köpfe die Lava und sie sterben. Dabei lassen sie Gebratenes Hühnchen fallen (die Lava gart das Fleisch automatisch). Ein Trichter darunter sammelt das fertig gegarte Fleisch in Truhen.

Für den Bau brauchst du mindestens 20 Hühner (je mehr, desto schneller die Produktion), Trichter, einen Werfer, einen Redstone-Komparator (um die Eier zu erkennen), einen Beobachter oder eine Redstone-Uhr, Stufen und Lava. Das ganze System braucht sehr wenig Platz und lässt sich auch in einer kleinen Basis bauen. Die Redstone-Schaltung ist einfach: Der Komparator erkennt Eier im Trichter und aktiviert den Werfer, der sie hinausschießt.

Es ist eine stetige, völlig passive Nahrungsquelle, die nach dem Bau keinerlei Zutun des Spielers braucht.

Steak- und Schweinefleischfarm

Steak gehört zu den besten Nahrungsmitteln im Spiel, was die Sättigung angeht: Es stellt 8 Hungerpunkte und 12,8 Sättigung wieder her. Eine vollautomatische Steakfarm ist allerdings schwieriger zu bauen als eine Hühnerfarm, weil Kühe und Schweine keine Eier legen und du sie zum Züchten von Hand füttern musst.

Eine halbautomatische Steakfarm funktioniert so: Du hältst Kühe in einem umschlossenen Gehege mit Trichtern im Boden. Du fütterst sie von Hand mit Weizen (aus deiner automatischen Weizenfarm), damit sie sich vermehren. Sobald die Herde eine bestimmte Größe erreicht hat, töten ein Lavasystem oder Feuer die erwachsenen Tiere, und die Trichter sammeln das rohe Rindfleisch ein. Ein Ofen unter den Trichtern gart es automatisch.

Es gibt auch vollautomatische Varianten, die sich darauf stützen, wie Kälber heranwachsen, aber sie sind kompliziert und erfordern eine fortgeschrittene Redstone-Schaltung.

Nahrungsquellen im Vergleich

NahrungHungerpunkteSättigungSchwierigkeit der Automatisierung
Brot (aus Weizen)56,0Einfach
Ofenkartoffeln56,0Einfach
Karotten33,6Einfach
Gebratenes Hühnchen67,2Mittel
Steak (Rind)812,8Schwer (halbautomatisch)
Goldene Karotte614,4Braucht eine Goldfarm

Welche Nahrungsfarm du wählen solltest

Zu Beginn des Spiels ist eine Weizen- oder Kartoffelfarm mit einem Bauern-Dorfbewohner die beste Wahl. Sie ist einfach, braucht kein Redstone und liefert genug Nahrung für den Alltag. Wenn du die Grundlagen beherrschst und mehr Ressourcen hast, baue eine Hühnerfarm als zusätzliche, völlig passive Fleischquelle.

Für Spieler im Endgame empfehlen wir, die Hühnerfarm mit einer Farm für Goldene Karotten zu kombinieren. Goldene Karotten (8 Goldklumpen + eine Karotte) haben die höchste Sättigung aller Nahrungsmittel im Spiel, du musst also viel seltener essen. Mit einer Goldfarm und einer Karottenfarm kannst du sie in großen Mengen herstellen.

Tipp: Vergiss den Komposter nicht! Überschüssige Weizensamen, Karotten und Kartoffeln kannst du in einen Komposter werfen, der daraus Knochenmehl herstellt. Knochenmehl beschleunigt das Wachstum von Feldfrüchten und lässt sich in anderen Farmen verwenden. So verwertest du die Abfälle deiner Nahrungsfarm sinnvoll weiter.