Die Organisation G2 Esports hat in Minecraft eine originalgetreue Nachbildung ihres Hauptsitzes in Berlin gebaut und damit einen virtuellen Treffpunkt für Fans geschaffen, die die Worlds 2026, die Weltmeisterschaft von League of Legends, verfolgen. Wie Inven Global berichtet, entstand das Projekt speziell für das gemeinsame Mitfiebern während des Turniers und bleibt auch nach dessen Ende bestehen.
Wie die virtuelle G2-Zentrale funktioniert
Der Server bildet das Bürogebäude von G2 in Berlin Block für Block nach, zentraler Punkt ist ein riesiger Bildschirm im Spiel, auf dem der Livestream des mit der Organisation zusammenarbeitenden Jankos übertragen wird. Der Streamer kommentiert das Geschehen in seinem typisch energiegeladenen Stil, auf dem Bildschirm laufen alle Spiele der Worlds 2026, nicht nur die mit G2-Beteiligung.
Um teilzunehmen, muss man die Desktop-App CurseForge installieren und darüber das von G2 erstellte Modpack laden. Dafür legt man über die Option „Create Custom Profile“ ein eigenes Profil an und importiert die Konfiguration, danach verbindet man sich mit dem Server unter der Adresse 199.115.72.109:25565. Zusätzliches Material, darunter herunterladbare Skins für das Spiel, stellt die Organisation auf der eigenen Seite g2minecraftoffice.space bereit.
Zeitplan der Watch Partys und Saison-Kontext
Die nächste Watch Party startete am 30. Oktober 2026 um 23:00 UTC (16:00 Uhr Pazifikzeit), als G2 in der vierten Runde der Schweizer Phase (Best of Two) auf Hanwha Life Esports traf. Der Hub bleibt rund um die Uhr für Fans geöffnet, und die Organisation hat weitere gemeinsame Watch Partys für das gesamte Jahr 2027 angekündigt, unabhängig vom Ausgang der Worlds 2026.
- Minecraft-Server, der das G2-Büro in Berlin Block für Block nachbildet
- Jankos' Übertragung auf dem Bildschirm im Spiel mit Live-Kommentar
- Zugang über das G2-Modpack, installiert mit CurseForge
- Server-Adresse: 199.115.72.109:25565
- Der Hub läuft 24/7, auch nach Turnierende
Die Aktion fällt mit einer historischen Saison für G2 zusammen: Das Team holte seinen 20. LEC-Titel, und Rasmus „Caps“ Winther wurde als erster Spieler überhaupt in die Hall of Legends dieser Liga aufgenommen. Die Organisation beschreibt diese Phase als „historische Saison“, was das Interesse der Fans am gemeinsamen Verfolgen der Worlds 2026 im virtuellen, in Minecraft gebauten Büro noch zusätzlich steigert.
Minecraft als Plattform für den Esport
Der Einsatz von Minecraft Java Edition zum Bau eines Community-Raums rund um eine völlig andere Esport-Disziplin zeigt, wie universell dieses Spiel als Baukasten jenseits seines ursprünglichen Survival-Kontexts geworden ist. Ähnliche Projekte, die Bauleidenschaft mit Entertainment-Events verbinden, gab es schon bei anderen Spielen und Marken, aber den kompletten Hauptsitz einer Esport-Firma in die Minecraft-Welt zu übertragen und ihn dauerhaft als Treffpunkt für Fans bereitzustellen, ist in diesem Umfang eher selten.
Für polnische League-of-Legends-Fans, die gleichzeitig Minecraft Java Edition spielen, bietet das G2-Projekt eine alternative Möglichkeit, die Worlds 2026 zu verfolgen: gemeinsam mit anderen Fans in einem Raum, den man erkunden kann, statt sich auf den klassischen Stream bei Twitch oder YouTube zu beschränken. Es lohnt sich, auch die eigenen Server auf ähnliche Crossover-Community-Projekte zu überprüfen.
Wie geht es weiter
G2 hat angekündigt, dass das virtuelle Büro in Minecraft dauerhaft geöffnet bleibt und auch 2027 weiterhin gemeinsame Watch Partys ausrichten wird, unabhängig davon, wie das diesjährige Worlds-Turnier für die Organisation ausgeht.