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CurseForge: die Plattform für Mods und Modpacks in Minecraft

CurseForge ist die weltweit größte Plattform für Mods, Modpacks, Ressourcenpakete und Karten der Minecraft Java Edition, mit Hunderten Millionen Downloads im Monat und mehr als 150.000 Mods im Katalog. Seit 2020 wird sie vom israelischen Unternehmen Overwolf betrieben, das auch die kostenlose Desktop-App (Windows und macOS) entwickelt. Dieser Guide erklärt, was CurseForge ist, wie du die App sicher und legal herunterlädst, dein erstes Modpack mit einem Klick installierst, die besten Mods für deine Spielversion auswählst und die häufigsten Probleme mit Java, RAM und Abhängigkeiten behebst. Außerdem vergleichen wir CurseForge mit Modrinth, Prism Launcher, ATLauncher und FTB, behandeln den Malware-Vorfall Fractureiser von 2023 und zeigen, wie du raubkopierte „Repacks“ vermeidest, die auf Discord herumgereicht werden.

Zuletzt aktualisiert: 25. Oktober 2026

Was CurseForge ist

CurseForge ist eine Plattform zur Verbreitung von Spielinhalten, die die Community erstellt hat. In der Minecraft-Welt sind das vor allem Mods, Modpacks, Ressourcenpakete, Karten, Welten und Add-Ons für die Bedrock Edition. Das Projekt reicht bis in die Mitte der 2000er-Jahre zurück, als es zu Curse Inc. gehörte. Später gehörte es zu Twitch, und 2020 wurde es an das israelische Unternehmen Overwolf verkauft, das es bis heute betreibt. Damals wurde die alte Twitch-App komplett eingestellt und durch eine neue, eigenständige CurseForge-App ersetzt.

Heute ist CurseForge mit Abstand der größte Katalog für Minecraft-Mods der Welt. Er umfasst mehr als 150.000 Mods und Zehntausende Modpacks, und die Server von Overwolf verarbeiten Hunderte Millionen Downloads im Monat. Konkurrierende Plattformen wie Modrinth und Community-Archive haben deutlich kleinere Kataloge, wachsen aber schnell. Wenn du eine beliebte Mod suchst, findest du sie sehr wahrscheinlich auf CurseForge.

TypPlattform zur Verbreitung von Mods + Desktop-App
BetreiberOverwolf (seit 2020)
Unterstützte SpieleMinecraft, World of Warcraft, Die Sims 4, RuneScape und etwa 20 weitere
SystemeWindows, macOS (App); Linux offiziell nur unter Ubuntu; jedes System im Browser
PreisKostenlos für Spieler, Werbung in der App
SpracheEnglisch
Offizielle Websitecurseforge.com
App-Downloadcurseforge.com/download

CurseForge bietet dir zwei Wege, den Katalog zu nutzen. Auf der Website (curseforge.com) stöbert und lädst du Dateien von Hand herunter: Jede Mod hat eine Schaltfläche „Files“ mit direkten Links zur .jar. Die Desktop-App automatisiert den ganzen Ablauf. Sie installiert den Modloader, wählt die passenden Versionen der Abhängigkeiten, lädt Symbole herunter und startet das Spiel mit einem Knopf. Beide Wege sind völlig legal und kostenlos.

Die CurseForge-App und die Website im Vergleich

Vielen ist nicht klar, dass CurseForge eigentlich aus zwei Produkten besteht: der Website und der App. Beide nutzen denselben Katalog, unterscheiden sich aber in Funktionen und Zweck.

Die Website curseforge.com

  • Vollständiger Katalog mit Mods, Modpacks, Ressourcenpaketen und Karten
  • Direkte Downloads von .jar- und .zip-Dateien
  • Kommentare, Bewertungen und der Reiter „Issues“ des Autors
  • Läuft in jedem Browser auf jedem System (Linux, Chromebook, iOS)
  • Modloader und Mods installierst du von Hand

Die CurseForge-Desktop-App

  • Modpacks mit einem Klick installieren
  • Mehrere Spielprofile verwalten (verschiedene Versionen, verschiedene Packs)
  • Lädt die benötigte Java-Version (17, 21) automatisch herunter
  • Integrierte Update-Benachrichtigungen
  • Packs als .zip-Dateien exportieren und importieren
  • Für Windows und macOS gebaut; unter Linux nur auf Ubuntu-basierten Distributionen offiziell unterstützt (sonst nimm den Prism Launcher)
Empfehlung: Für Einsteiger empfehlen wir die App. Sie spart Stunden an Einrichtung und beseitigt das Risiko einer falschen Forge-Version. Fortgeschrittene, die volle Kontrolle wollen, kommen mit der Website curseforge.com und einem guten Launcher (zum Beispiel dem Prism Launcher) aus.

Die App von curseforge.com herunterladen

Der offizielle und einzig sichere Ort, die CurseForge-App herunterzuladen, ist curseforge.com/download. Meide Links aus Facebook-Gruppen, Discord-Kanälen und Foren. Es kursieren viele veränderte „Repacks“, die Adware, einen Krypto-Miner oder die Fractureiser-Malware enthalten (mehr im Abschnitt Sicherheit).

Schritt für Schritt: den Installer herunterladen

  1. Öffne deinen Browser und geh auf curseforge.com/download
  2. Die Seite erkennt dein System automatisch und hebt die passende Schaltfläche hervor (Windows oder macOS)
  3. Klicke auf „Download for Windows“ oder „Download for Mac“
  4. Speichere die Datei im Ordner Downloads: curseforge-installer.exe unter Windows, curseforge.dmg unter macOS
  5. Prüfe den Dateinamen: Der offizielle Installer beginnt immer mit „curseforge-“ und trägt eine digitale Signatur von Overwolf Ltd.

Für Linux-Nutzer

Unter Linux wird die CurseForge-App offiziell nur auf Ubuntu-basierten Distributionen unterstützt. Auf anderen Distributionen hast du ein paar sinnvolle Alternativen:

  • Prism Launcher: ein Open-Source-Launcher mit offizieller Unterstützung der CurseForge-API
  • ATLauncher: ein nativer Linux-Client, der Packs von CurseForge holt
  • Modrinth App: eine konkurrierende Plattform mit nativem Linux-Client
  • Browser: auf curseforge.com kannst du jede Datei einzeln herunterladen

Hardware- und Systemanforderungen

Die CurseForge-App selbst ist schlank. Sie braucht etwa 200 MB RAM und läuft auch auf älteren Computern flüssig. Die eigentlichen Anforderungen ergeben sich aus den Mods und Modpacks, die du spielen willst. Hier die Mindest- und empfohlenen Werte.

Komponente Minimum Empfohlen (Modpack)
SystemWindows 10 / macOS 10.14Windows 11 / macOS 13+
RAM4 GB16 GB (für ATM 10, GTNH)
CPUDual-Core 2,5 GHzRyzen 5 / Intel i5 der 10. Generation+
GrafikkarteIntel HD 4000GTX 1060 / RTX 2060
Festplatte10 GB frei50 GB SSD (schnellerer Start)
JavaJava 17 für 1.18-1.20.4Java 21 für 1.20.5+ (wird automatisch heruntergeladen)
VerbindungStabile 10 Mb/s50 Mb/s (große Packs haben 2-5 GB)

Seit 2024 lädt die CurseForge-App die benötigte Java-Version für jedes Profil selbst herunter, du musst Java also nicht von Hand installieren oder aktualisieren. Wenn du eine systemweite Installation bevorzugst (zum Beispiel ein optimiertes GraalVM), öffne die Profileinstellungen und verweise die App manuell auf java.exe.

Installation unter Windows und macOS

Die Installation der CurseForge-App dauert 2-5 Minuten. Der Ablauf unterscheidet sich leicht zwischen Windows und macOS, deshalb hier beide.

Installation unter Windows

  1. Starte die heruntergeladene Datei curseforge-installer.exe (Rechtsklick → „Als Administrator ausführen“, falls eine UAC-Abfrage erscheint)
  2. Klicke auf Install. Der Installer holt im Hintergrund die Overwolf-Plattform (~120 MB)
  3. Warte 1-3 Minuten. Der Fortschrittsbalken zeigt, wie weit er ist
  4. Nach Abschluss startet die App automatisch auf dem Anmeldebildschirm
  5. Du findest sie im Startmenü unter „CurseForge“

Installation unter macOS

  1. Öffne die heruntergeladene Datei curseforge.dmg
  2. Es öffnet sich ein Fenster mit einem Pfeil: Zieh das Symbol CurseForge in den Ordner Programme
  3. Schließe das DMG-Fenster und wirf das Disk-Image aus
  4. Öffne Launchpad oder den Ordner Programme und klicke auf das CurseForge-Symbol
  5. Beim ersten Start fragt macOS möglicherweise nach einer Erlaubnis: Geh zu Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit und klicke auf „Trotzdem öffnen“
  6. Die App startet auf dem Anmeldebildschirm
Wichtig: Die CurseForge-App setzt die offizielle Minecraft Java Edition voraus, die auf minecraft.net gekauft wurde. Mit raubkopierten Launchern oder Clients wie TLauncher funktioniert sie nicht: Der Versuch, sie zu verbinden, endet mit einem Fehler bei der Microsoft-Anmeldung. Wenn du das Spiel noch nicht besitzt, kannst du es legal kaufen. Siehe unseren Guide Minecraft kostenlos: die Demo und legale Möglichkeiten.

Erste Einrichtung nach der Installation

Beim ersten Start führt dich die App durch einen kurzen Einrichtungsassistenten. Er dauert 2-3 Minuten und wirkt sich auf alle späteren Profile aus.

Schritt 1: Spiele auswählen

Die App unterstützt etwa 20 Spiele (WoW, Sims 4, RuneScape, ARK, Kerbal Space Program und so weiter). Auf dem ersten Bildschirm wählst du, welche Spiele in der Seitenleiste erscheinen. Hake für Minecraft nur die Kachel „Minecraft“ an. Die übrigen kannst du ausschalten, damit sie die Oberfläche nicht überladen.

Schritt 2: Installationsordner

Standardmäßig legt die App ihre Dateien hier ab:

  • Windows: C:\Users\[You]\curseforge\minecraft
  • macOS: ~/Documents/curseforge/minecraft

Du kannst das in den Einstellungen ändern (Settings → General → Minecraft Instance Location), wir empfehlen aber, die Standardwerte zu belassen. Modpacks können je 2-5 GB groß sein, achte also darauf, dass das gewählte Laufwerk genug Platz hat.

Schritt 3: globale RAM-Einstellungen

Unter Settings → Minecraft → Java Settings findest du den globalen Regler „Allocated Memory“. Standardmäßig steht er auf 4096 MB. Passe ihn an deine Hardware an:

  • 8 GB RAM im Computer → 4-5 GB für Minecraft
  • 16 GB RAM → 6-8 GB für die meisten Packs, 10 GB für ATM 10
  • 32 GB RAM → 10-12 GB für GregTech: New Horizons und die größten Packs

Gib Minecraft nie mehr als 75 % deines physischen RAM. Das Betriebssystem und Hintergrund-Apps brauchen Spielraum.

Anmeldung mit Microsoft und einem CurseForge-Konto

Die CurseForge-App braucht zwei getrennte Anmeldungen: eine für die App selbst (ein Konto bei CurseForge / Overwolf / Discord) und eine für Minecraft (das Microsoft-/Xbox-Live-Konto, das das Spiel besitzt). Beide sind kostenlos und beide sind Pflicht.

CurseForge-/Overwolf-Konto

Beim Start der App wählst du eine dieser Anmeldemethoden:

  • CurseForge-Konto: wenn du schon ein altes Konto von curseforge.com hast
  • Overwolf-Konto: das Konto der zugrunde liegenden Plattform
  • Discord: schnelle Registrierung mit einem bestehenden Discord-Konto
  • Google: Registrierung mit einem Google-Konto
  • E-Mail: klassische Registrierung mit Passwort

Das CurseForge-Konto dient vor allem dazu, Lesezeichen zu speichern, zu kommentieren und eigene Packs zu veröffentlichen. Auf das Spielen hat es keinen Einfluss.

Anmeldung bei Microsoft / Xbox Live

Wenn du ein Modpack startest, schickt dich die App in ein Microsoft-Anmeldefenster. Nimm das Konto, das deine Minecraft-Lizenz hält (auf minecraft.net gekauft). Nach der einmaligen Anmeldung bleibt das Token in der App, du musst dich also nicht bei jedem Start neu anmelden.

Sicherheit: Die CurseForge-App speichert dein Microsoft-Passwort nicht. Sie nutzt den offiziellen OAuth-Ablauf über deinen Browser. Wenn ein Launcher verlangt, dass du deine Microsoft-E-Mail-Adresse und dein Passwort direkt in sein eigenes Fenster tippst, ist das höchstwahrscheinlich Phishing.

Den Minecraft-Ordner finden

Die CurseForge-App arbeitet mit eigenen Instanzen: Jedes Modpack hat seinen eigenen, abgeschotteten Ordner. Sie ersetzt nicht deine Hauptinstallation in .minecraft, Vanilla bleibt also unberührt.

Wo du Instanzen findest

  • Windows: C:\Users\[You]\curseforge\minecraft\Instances\[ModpackName]
  • macOS: ~/Documents/curseforge/minecraft/Instances/[ModpackName]

Jede Instanz ist ein vollständiger Minecraft-Ordner mit den Unterordnern mods, config, saves, resourcepacks und shaderpacks. So kannst du eine Mod von Hand in ein Pack legen oder eine Welt zwischen Profilen kopieren.

So öffnest du den Instanzordner

  1. Wähle in der App das Modpack-Profil aus
  2. Klicke auf das Drei-Punkte-Symbol (⋮) neben der Schaltfläche Play
  3. Wähle Open Folder
  4. Der Explorer / Finder öffnet sich am Ort der Instanz

Einen vorhandenen Ordner importieren

Wenn du Minecraft schon mit Mods in .minecraft installiert hast, musst du darauf nicht verzichten. Die CurseForge-App läuft neben dem normalen Mojang-Launcher. Ein vorhandenes Pack kannst du über Create Custom Profile → Import importieren und dabei auf den Ordner .minecraft zeigen.

Ein Modpack Schritt für Schritt installieren

Der größte Vorteil der CurseForge-App ist die Modpack-Installation mit einem Klick. Statt 150 Mods von Hand zusammenzusuchen, auf Kompatibilität zu achten und Forge zu konfigurieren, wählst du ein Pack im Katalog und klickst auf Install. Den Rest erledigt die App.

Schritt 1: ein Modpack im Katalog finden

  1. Klicke im linken Bereich auf das Symbol Minecraft
  2. Geh zum Reiter Browse Modpacks
  3. Nutze die Filter: Minecraft-Version, Modloader, Kategorie, Sortierung nach Beliebtheit
  4. Sieh dir die Pack-Karten an und achte auf Download-Zahlen, Datum des letzten Updates und Bewertungen

Schritt 2: die Pack-Seite ansehen

Klicke auf ein Pack, um seine Seite zu öffnen. Dort siehst du die wichtigsten Informationen:

  • Overview: die Beschreibung des Autors, Screenshots, Liste der wichtigsten Mods
  • Files: alle verfügbaren Pack-Versionen mit Datum
  • Comments: Rückmeldungen von Spielern und die häufigsten Probleme
  • Issues: Fehlerberichte
  • Wiki: Dokumentation (nicht jedes Pack hat eine)

Schritt 3: installieren

  1. Klicke oben rechts auf die Schaltfläche Install
  2. Die App zeigt den Download-Fortschritt: zuerst das Manifest, dann die Mods, dann die Konfigurationen
  3. Große Packs (ATM 10, GTNH) brauchen bei einer durchschnittlichen Verbindung 10-30 Minuten zum Herunterladen
  4. Danach erscheint das Pack im Reiter My Modpacks

Schritt 4: erster Start

  1. Klicke auf die Kachel des installierten Packs
  2. Drücke den grünen Knopf Play
  3. Die App prüft die Abhängigkeiten, startet den Minecraft-Launcher und meldet dich mit deinem Microsoft-Konto an
  4. Der erste Start dauert 2-5 Minuten, weil Minecraft Module kompiliert und seinen Cache aufbaut
  5. Spätere Starts sind deutlich schneller (30-60 Sekunden)
So sieht der Installationsbildschirm aus: Der Installationsbildschirm eines Packs in der CurseForge-App zeigt ein Banner mit dem Bild des Packs, die Schaltfläche Install oben rechts und links die Beschreibung (Overview). Rechts listet ein Seitenbereich die Zahl der Downloads, die Kategorie (zum Beispiel „Combat / PvP“) und das Veröffentlichungsdatum auf. Am unteren Seitenrand siehst du die Reiter Files, Images, Relations und Dependencies.

Eigenes Profil: Forge, NeoForge, Fabric

Wenn du ein eigenes Pack von Grund auf bauen willst, statt ein fertiges aus dem Katalog zu nehmen, nutze die Funktion Create Custom Profile. Sie ist die flexible Lösung für Spieler, die genaue Vorstellungen von ihren Mods haben.

Ein Profil erstellen

  1. Klicke im Reiter Minecraft oben rechts auf Create Custom Profile
  2. Gib einen Profilnamen ein (zum Beispiel „Mein Magie-Pack“)
  3. Wähle die Minecraft-Version (zum Beispiel 1.20.1, 1.21.4)
  4. Wähle einen Modloader:
    • Forge: der Klassiker mit der breitesten Kompatibilität
    • NeoForge: ein aktiv weiterentwickelter Fork von Forge
    • Fabric: schlank, schnell, modern
    • Quilt: ein Fork von Fabric, Nische
  5. Klicke auf Create. Die App lädt den gewählten Modloader herunter

Das Profil konfigurieren

Nach dem Erstellen kannst du die Profileinstellungen anpassen:

  • Allocated Memory: wie viel RAM dieses Pack bekommt
  • Java Arguments: zusätzliche JVM-Argumente (zum Beispiel G1GC)
  • Java Installation: System-Java oder das integrierte
  • Game Icon: ein eigenes Profilsymbol
  • Additional JVM Arguments: erweiterte Startparameter
Empfohlene JVM-Argumente: Für ein mittelgroßes Pack funktionieren die Flags -XX:+UseG1GC -XX:MaxGCPauseMillis=50 gut und verringern Ruckler bei der Garbage Collection. Weitere Optimierungen findest du in unserem Guide FPS in Minecraft erhöhen.

Mods und Abhängigkeiten hinzufügen

Mit einem erstellten eigenen Profil kannst du einzelne Mods hinzufügen. CurseForge prüft Abhängigkeiten automatisch: Wenn die gewählte Mod eine andere Mod braucht, fragt die App, ob sie diese ebenfalls installieren soll.

Eine Mod über die App hinzufügen

  1. Öffne das erstellte eigene Profil
  2. Klicke auf den Reiter Add More Content
  3. Suche eine Mod nach Namen (zum Beispiel „Jade“, „JEI“, „Iris“, „Sodium“)
  4. Klicke auf der Mod-Karte auf Install
  5. Hat die Mod Abhängigkeiten (zum Beispiel „Architectury API“), zeigt die App eine Liste. Bestätige die Installation
  6. Danach erscheint die Mod im Reiter Installed

Beliebte Abhängigkeiten, die du kennen solltest

  • Architectury API: eine Brücke zwischen Forge und Fabric, von vielen plattformübergreifenden Mods benötigt
  • Fabric API: die Grundlage für über 80 % der Fabric-Mods
  • Forge Config API Port: erlaubt Mods, Konfigurationen zwischen Loadern zu übertragen
  • Cloth Config: ein einheitliches Konfigurationssystem
  • YetAnotherConfigLib: schönere Konfigurationsmenüs
  • Kotlin for Forge / Fabric Language Kotlin: Unterstützung für Mods, die in Kotlin geschrieben sind

Mods von Hand hinzufügen

Wenn eine Mod nicht im CurseForge-Katalog ist (zum Beispiel nur auf Modrinth oder auf der Website des Autors), kannst du sie von Hand hinzufügen:

  1. Öffne den Profilordner (⋮ → Open Folder)
  2. Geh in den Unterordner mods
  3. Leg die Datei .jar der Mod hinein
  4. Starte das Pack, und die Mod wird zusammen mit den anderen geladen
Warnung: Von Hand hinzugefügte Mods, die nicht aus dem CurseForge-Katalog stammen, werden nicht per Antivirus geprüft. Lade nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunter: von der offiziellen Modrinth-Seite, von der Website des Autors oder aus GitHub Releases. Niemals aus Datei-Clouds auf Discord oder von zufälligen Links auf YouTube.

Mods und Modpacks aktualisieren

Die CurseForge-App überwacht alle installierten Mods und Modpacks. Veröffentlicht ein Autor eine neue Version, erscheint neben dem Profil ein gelbes Update-Symbol.

Ein Modpack aktualisieren

  1. Auf der Kachel des Packs im Reiter My Modpacks siehst du „Update Available“
  2. Klicke auf die drei Punkte (⋮) → Update Now
  3. Die App lädt die neuen Mods herunter, entfernt die alten und aktualisiert die Konfiguration
  4. Deine Welten und Einstellungen bleiben erhalten

Einzelne Mods aktualisieren

Im Reiter Installed des Profils siehst du eine Spalte mit den Versionen. Mods mit verfügbarem Update bekommen eine Schaltfläche Update. Mit Update All in der oberen Leiste aktualisierst du außerdem alle Mods auf einmal.

Vor dem Update ein Backup machen: Kopiere vor einem größeren Update den Ordner saves deiner Instanz. Manchmal ändert eine neue Modpack-Version die Mechaniken so stark, dass alte Spielstände nicht mehr funktionieren. Lieber eine Kopie haben, als 100 Spielstunden zu verlieren.

Unerwünschte Updates blockieren

Wenn eine Version einer Mod perfekt läuft und die neue das Spiel kaputt macht, kannst du das Update blockieren. Klicke im Reiter Installed mit der rechten Maustaste auf die Mod → Pin to Version. Die Mod wird dann nicht mehr für Updates angeboten, bis du die Fixierung aufhebst.

Ein eigenes Modpack exportieren

Wenn du ein funktionierendes Pack mit Mods, Konfigurationen und vielleicht sogar einer Startwelt gebaut hast, kannst du es exportieren und mit Freunden teilen oder im CurseForge-Katalog veröffentlichen.

Lokaler Export (für Freunde)

  1. Klicke im eigenen Profil auf die drei Punkte (⋮)
  2. Wähle Export Profile
  3. Hake an, was ins Pack kommt: Mods, Konfigurationen, Welten, Ressourcenpakete
  4. Klicke auf Export. Die App erstellt eine .zip-Datei im CurseForge-Modpack-Format
  5. Deine Freunde importieren das Pack über Create Custom Profile → Import Modpack

Im CurseForge-Katalog veröffentlichen

Wenn du das Pack öffentlich zugänglich machen willst:

  1. Registriere dich als Autor auf authors.curseforge.com
  2. Klicke auf Submit a Project → Modpack
  3. Fülle das Formular aus: Name, Beschreibung, Screenshots, Kategorie
  4. Lade die .zip aus dem Export hoch
  5. Das Projekt geht in die Prüfung (meist 1-3 Tage)
  6. Nach der Freigabe erscheint das Pack im Katalog und sammelt Reward Points

Inhaltskategorien auf CurseForge

Der Minecraft-Katalog von CurseForge ist in 6 Hauptkategorien unterteilt. Jede hat eigene Filter, ein System von Unterkategorien und einen eigenen Download-Zähler.

Kategorie Inhalt Beispiele
ModsEinzelne Modifikationen als .jarJEI, Create, Biomes O'Plenty, Iris
ModpacksFertige Zusammenstellungen von ModsRLCraft, All the Mods 10, Better MC
Resource PacksTexture PacksFaithful, Bare Bones, Dokucraft
WorldsKarten und WeltenAbenteuerkarten, Parkour, Survival
Add-Ons (Bedrock)Add-Ons für Minecraft BedrockTexturen und Mechaniken für Bedrock
CustomizationShader, Schriftarten, AnpassungenBSL Shaders, Complementary, SEUS

Details zu den einzelnen Kategorien

Mods ist die größte Kategorie mit mehr als 150.000 Einträgen. Sie gliedert sich weiter in: Adventure and RPG, Armor/Tools, Buildcraft, Cosmetic, Energy, Farming, Food, Library, Magic, Map, Mobs, Redstone, Server Utility, Storage, Technology, Transportation, World Gen.

Modpacks umfasst mehr als 30.000 fertige Zusammenstellungen. Unterkategorien: Adventure, Challenge Pack, Combat, Exploration, FTB, HermitCraft, Hi-Tech, Magic, Map Based, Mini Game, Multiplayer, Quests, Sci-Fi, Skyblock, Small/Light, Tech, Vanilla+.

Resource Packs decken Texture Packs von 16x16 bis 256x256 ab. Unterkategorien: Traditional, Steampunk, Medieval, Modern, Photo Realistic, Animated, Mod Support, Font, Miscellaneous. Viele davon behandeln wir im Bereich Texture Packs.

Worlds sind fertige Karten: Parkour, Abenteuer, Survival, Rätsel, Horror, CTM (Complete the Monument). Du kannst sie herunterladen und in saves legen.

Add-Ons (Bedrock) sind Erweiterungen für die Minecraft Bedrock Edition: Mods in den Formaten .mcpack und .mcaddon. Sie brauchen die CurseForge-Desktop-App nicht. Du kannst sie direkt auf dem Gerät per Doppelklick auf die Datei installieren.

Customization umfasst Shader (zum Beispiel BSL, Complementary, SEUS), Schriftarten und andere kosmetische Änderungen.

Sicherheit und der Fractureiser-Vorfall (2023)

CurseForge ist eine offizielle Plattform, die jede hochgeladene Datei per Antivirus prüft, ein System zur Verifizierung von Autoren hat und ein Team von Moderatoren beschäftigt. Das Herunterladen von CurseForge ist in den allermeisten Fällen sicher, aber nicht immer. In der Geschichte der Plattform gab es Vorfälle, und der schwerwiegendste war der Fractureiser-Vorfall im Juni 2023.

Der Fractureiser-Vorfall: was passiert ist

Im Juni 2023 stellte das CurseForge-Team fest, dass mehrere Versionen einiger Mods (darunter Dungeons Arise, Sky Villages und Better MC) manipuliert worden waren. Die Angreifer hatten Autorenkonten übernommen und die .jar-Dateien durch Versionen mit Schadcode namens Fractureiser ersetzt. Die Malware stahl Browser-Passwörter, Discord- und Microsoft-Sitzungsschlüssel sowie Kryptowährungs-Wallets.

Der Vorfall betraf etwa 60 Mods und Modpacks. CurseForge reagierte innerhalb von 24 Stunden: Es stoppte alle Veröffentlichungen, entfernte die infizierten Dateien, erzwang Passwort-Rücksetzungen für Autoren und führte verpflichtende 2FA für Publisher ein. Außerdem erschien das Tool Fractureiser Scanner, mit dem sich bestehende Installationen prüfen lassen.

Was sich nach dem Vorfall geändert hat

  • Verpflichtende 2FA für alle Autoren, die Dateien veröffentlichen
  • Zusätzliche Dateiprüfung vor der Veröffentlichung (statische Analyse)
  • Ein integrierter Scanner in der CurseForge-App, der neue Dateien automatisch prüft
  • Eine öffentliche Datenbank mit Malware-Meldungen
  • VirusTotal-Integration für verdächtige Dateien

So schützt du dich

  1. Nutze nur die offizielle App und Website. Niemals Kopien von Discord, aus Foren oder von YouTube
  2. Aktiviere 2FA für dein Microsoft-Konto. Selbst wenn du dein Passwort verlierst, kann sich ein Angreifer nicht anmelden
  3. Verwende dein Minecraft-Passwort nicht auf anderen Seiten wieder
  4. Lies die Kommentare, bevor du eine neue Mod herunterlädst. Die Community meldet verdächtiges Verhalten schnell
  5. Aktualisiere deine Mods regelmäßig. Alte Versionen können ungepatchte Lücken enthalten
  6. Nutze ein Antivirus-Programm. Microsoft Defender oder Malwarebytes reicht
  7. Mach Backups deiner Welten und Konfigurationen
Wichtig: Lade niemals Mods oder Modpacks von Links herunter, die dir Fremde in privaten Nachrichten schicken. Das ist der häufigste Angriffsweg gegen Spieler. Die offizielle CurseForge-App verlangt nie, dass du externe Dateien von außerhalb der Plattform herunterlädst.

CurseForge vs. Modrinth

Die wichtigste Alternative zu CurseForge ist Modrinth, eine jüngere Open-Source-Plattform mit schnell wachsendem Mod-Katalog. So schneiden die beiden im Vergleich ab.

Kriterium CurseForge Modrinth
Anzahl der Mods150.000+40.000+
Anzahl der Modpacks30.000+8.000+
BetreiberOverwolf (kommerziell)Modrinth, Inc. (kommerziell)
Lizenz der PlattformGeschlossenOpen Source (AGPL-3.0)
Desktop-AppWindows, macOS, Ubuntu LinuxWindows, macOS, Linux
WerbungJa (in der App und auf der Website)Optional (plus Modrinth+)
OberflächeUmfangreich, schwerMinimalistisch, leicht
Download-GeschwindigkeitLangsamer (große Mods)Schneller (Cloudflare CDN)
Auszahlungen an ErstellerReward Points (USD)Creator Monetization (USD)
Linux-UnterstützungNur Ubuntu; sonst über den Prism LauncherNativ

Wann du CurseForge wählst

  • Du suchst seltene, ältere oder Nischen-Mods (der Katalog ist größer)
  • Du willst beliebte Modpacks wie RLCraft, ATM 10 oder GregTech spielen
  • Du nutzt Windows oder macOS
  • Du magst eine funktionsreiche Oberfläche mit Kommentaren und Community-Seite

Wann du Modrinth wählst

  • Dir sind Open Source und Werbefreiheit wichtig
  • Du nutzt Linux und willst einen nativen Client
  • Du schätzt Tempo und Minimalismus
  • Du willst vor allem moderne Fabric-Mods (Sodium, Iris, Lithium)
Beides kombinieren: In der Praxis ist es am besten, beide zu nutzen: die CurseForge-App für Modpacks und seltene Forge-Mods, Modrinth für Optimierungs-Mods und Vanilla+. Der Prism Launcher kann beide APIs nebeneinander nutzen und Mods von beiden Plattformen in einem Pack mischen.

CurseForge vs. ATLauncher, Prism und FTB

Neben der CurseForge-App können mehrere andere Launcher den CurseForge-Katalog nutzen. Sie unterscheiden sich in Philosophie, Lizenz und Funktionen. Hier ein kurzer Vergleich.

ATLauncher

Ein klassischer Launcher, der seit 2013 aktiv weiterentwickelt wird. Er unterstützt die Formate von CurseForge, Modrinth, Technic und FTB. Es gibt native Versionen für Windows, macOS und Linux. Die Oberfläche ist schlicht und es gibt keine Werbung. Eine gute Wahl für Linux-Nutzer und Minimalisten.

Prism Launcher

Ein Fork von MultiMC, Open Source, mit nativer Unterstützung für Windows, macOS und Linux. Er kann Packs gleichzeitig von CurseForge und Modrinth holen. Er hat erweiterte Optionen für die Verwaltung von Java, JVM-Argumenten und mehreren Microsoft-Konten. Mehr in unserem eigenen Guide, Prism Launcher: der komplette Guide.

FTB App (Feed The Beast)

Der offizielle Launcher des Teams von Feed The Beast, den Machern der legendären FTB-Modpacks. Er unterstützt sowohl FTB-Packs als auch CurseForge. Die Oberfläche ähnelt der CurseForge-App, ist aber schlanker. Empfohlen für Fans der Packs FTB Inferno, FTB Skies und FTB Academy.

MultiMC

Der Vorgänger des Prism Launchers. Er funktioniert weiterhin, wird aber nur langsam weiterentwickelt. Viele Nutzer sind zu Prism gewechselt, das eine bessere Oberfläche und eine aktive Community hat.

GDLauncher Carbon

Ein moderner, kostenloser Launcher, der mit Blick auf Modpacks gebaut wurde. Er unterstützt CurseForge und Modrinth, hat ein integriertes Werkzeug zum Erstellen eigener Packs und eine schicke Oberfläche im Discord-Stil.

Launcher Windows macOS Linux Werbung Open Source
CurseForge AppJaJaNur UbuntuJaNein
Prism LauncherJaJaJaNeinJa (GPL-3.0)
ATLauncherJaJaJaNeinJa
FTB AppJaJaJaNeinNein
GDLauncher CarbonJaJaJaNeinJa

Berechtigungen und Datenschutz

Wie jede Desktop-App verlangt auch die CurseForge-App bestimmte Berechtigungen. Es lohnt sich zu wissen, was im Hintergrund genau passiert.

Berechtigungen unter Windows

  • Schreibzugriff auf den Benutzerordner: Speichern von Instanzen und Konfigurationen
  • Netzwerkzugriff: Mods vom CDN herunterladen
  • Prozesse starten: Minecraft und Java starten
  • Autostart (optional): lässt sich in den Einstellungen abschalten
  • Systembenachrichtigungen: Hinweise auf Updates

Berechtigungen unter macOS

  • Vollständiger Festplattenzugriff: nicht erforderlich (nur der App-Ordner)
  • Netzwerk: wird innerhalb der Sandbox automatisch behandelt
  • Benachrichtigungen: werden beim ersten Start abgefragt

Was Overwolf erfasst

Die Datenschutzerklärung von Overwolf (abrufbar unter overwolf.com/legal/privacy-policy) nennt anonyme Telemetriedaten: App-Version, Betriebssystem und allgemeine Nutzungsereignisse (Klick auf Install, Play). Der Inhalt deines Minecraft-Ordners, Chats und personenbezogene Daten werden nicht erfasst. Die Telemetrie kannst du unter Settings → Privacy → Analytics abschalten.

Werbung und Overwolf

Die App zeigt Werbung in der Seitenleiste und manchmal beim Start. Meist sind es Anzeigen für andere Mods, Overwolf-Spiele und Shops. Du kannst sie minimieren, aber nicht ganz abschalten. Sie sind die wichtigste Finanzierungsquelle der Plattform und der Auszahlungen an Ersteller.

Die besten Modpacks 2026

CurseForge hat Zehntausende Modpacks. Unten stehen die besten und beliebtesten für 2026, mit denen du anfangen kannst. Zu jedem gibt es eine kurze Beschreibung und einen Link zu einem ausführlichen Guide.

All the Mods 10 (ATM 10)

Das Flaggschiff unter den „Kitchen-Sink“-Packs mit mehr als 400 Mods. Technik, Magie, Erkundung, Automatisierung, alles in einem Paket. Es braucht 8-10 GB RAM. Am besten für Spieler, die endlose Möglichkeiten und Hunderte Spielstunden mögen. Zum ausführlichen ATM-10-Guide.

RLCraft

Ein Hardcore-Survival-Pack mit realistischen Mechaniken. Temperatur, Hunger, Drachen und kein „Spawn zu Hause“. Der Tod bedeutet, dass du deine gesamte Ausrüstung verlierst. Ein Klassiker mit Millionen Downloads. Zum ausführlichen RLCraft-Guide.

Cobblemon

Ein Modpack im Pokémon-Universum innerhalb von Minecraft. Pokémon fangen und trainieren, kämpfen, entwickeln. Beliebt bei jüngeren Spielern. Zum ausführlichen Cobblemon-Guide.

Better MC

Eine Familie von Packs (Forge, Fabric, NeoForge), die Vanilla um Hunderte Komfort-Mods, neue Biome, bessere Grafik und neue Mobs erweitern. Ausgewogen und schonend für deinen Computer. Eine großartige Wahl, wenn du „Minecraft, aber besser“ willst.

SkyFactory 5

Das ikonische Skyblock-Pack: Du startest auf einem einzelnen Baum, der in der Leere schwebt. Automatisierung, Magie, Quests. Die neueste Version läuft auf 1.20.

Valhelsia 6

Ein ausgewogenes RPG-Pack mit Magie und Erkundung.

GregTech: New Horizons (GTNH)

Eines der komplexesten Packs der Minecraft-Geschichte. Du gehst von der Steinzeit bis zur fortgeschrittenen Kernphysik. Die Autoren schätzen, dass der vollständige Abschluss 3.000-5.000 Spielstunden dauert. Nur für Veteranen.

Create: Astral

Ein Pack auf Basis der Mod Create, das sich um Ingenieurs-Mechaniken, Förderbänder und mechanische Uhrwerke dreht. Steampunk-Ästhetik.

Prominence II

Ein modernes RPG-Pack mit starkem Fokus auf Erkundung und Magie. Ein wunderschön gemachtes Questsystem und Hunderte einzigartige Biome.

Enigmatica 9

Ein Technik-/Magie-„Kitchen-Sink“-Pack mit starkem Fokus auf Balance. Eines der am besten polierten Packs auf 1.20.1.

Vollständige Rankings und Tests findest du im Bereich Minecraft-Mods und Modpacks.

Die besten Mods auf CurseForge

Für Spieler, die eigene Packs bauen, hier eine Liste unverzichtbarer Mods, die 90 % der Fälle abdecken. Jede hat Hunderttausende oder Millionen Downloads.

Optimierung und FPS

  • OptiFine: die klassische Mod für FPS und Shader
  • Sodium: der OptiFine-Konkurrent für Fabric
  • Lithium: Optimierung der Spiellogik
  • Starlight: ein schnelleres Beleuchtungssystem
  • FerriteCore: geringerer RAM-Verbrauch
  • ModernFix: Korrekturen für alles Mögliche

Shader

Oberfläche und Komfort

  • JEI (Just Enough Items): ein Rezeptkatalog
  • Jade: Infos zum Block unter deinem Fadenkreuz
  • Xaero's World Map: Minimap und Weltkarte
  • Mouse Tweaks: bessere Mausbedienung in Inventaren
  • AppleSkin: eine erweiterte Hungerleiste

Bauen und Lagerung

  • Create: mechanische Automatisierung
  • Applied Energistics 2: ein digitales Lagernetzwerk
  • Refined Storage: eine Alternative zu AE2
  • Iron Chests: größere Truhen
  • Backpacks: Rucksäcke zum Transportieren von Gegenständen

Erkundung und Welt

Ist CurseForge kostenlos

Ja, CurseForge ist für Spieler komplett kostenlos. Die Desktop-App, das Herunterladen von Mods und Modpacks, das Durchsuchen des Katalogs: Nichts davon erfordert eine Zahlung, ein Abo oder ein Premium-Konto.

Woher das Geld kommt

  • Werbung in der App: ein Banner in der Seitenleiste, Zwischenanzeigen
  • Werbung auf curseforge.com: Banner und Sponsoring
  • Overwolf OnePartner: das gesamte Overwolf-Ökosystem finanziert die Plattform
  • Entwicklergebühren (optional): manche Autoren zahlen für zusätzliche Analysewerkzeuge

Premium für Autoren

Mod-Autoren können ein Premium-Abo aktivieren, das:

  • die Werbung rund um ihre Mods entfernt
  • Zugriff auf erweiterte Statistiken gibt
  • etwa 5 USD im Monat kostet und optional ist

Für Spieler gibt es keine Premium-Stufe. Für den Endnutzer bleibt die ganze Plattform kostenlos.

Reward Points für Ersteller

CurseForge zahlt Mod- und Modpack-Autoren über sein System Author Rewards Geld aus. Das ist einer der Hauptunterschiede zu Open Source: CurseForge vermarktet die Kreativität der Community professionell.

So funktioniert es

  • Jeder Download einer Mod oder eines Modpacks bringt dem Autor Reward Points
  • Die Punkte werden in Dollar umgerechnet, der Kurs ändert sich jeden Monat
  • Im Durchschnitt gilt: 1.000 Downloads = 3-5 USD (je nach Werbekampagnen)
  • Die Mindestauszahlung beträgt 20 USD im Monat
  • Auszahlungen laufen über PayPal oder Banküberweisung

Wie Autoren verdienen

Für eine mäßig beliebte Mod (100.000 Downloads im Monat) sind das etwa 300-500 USD im Monat. Top-Autoren (die „Götter“ von CurseForge), deren Mods millionenfach heruntergeladen werden, verdienen mehrere tausend Dollar im Monat. Bekannte Namen: Sinytra (Connector), Forge Team, Create Team, Shivaxi (RLCraft).

Ersteller unterstützen: Wenn du die CurseForge-App nutzt, statt von Hand auf unabhängigen Seiten herunterzuladen, unterstützt du die Mod-Autoren aktiv finanziell. Das ist ein Grund, warum die Community die offiziellen Vertriebswege empfiehlt.

Häufige Probleme und Lösungen

Hier die am häufigsten gemeldeten Probleme mit der CurseForge-App und bewährte Lösungen.

„Failed to install“: die Installation wird nicht fertig

Ursachen:

  • Netzwerkfehler beim Download (VPN, Firewall)
  • Vom Antivirus blockiert
  • Nicht genug Speicherplatz
  • Beschädigter Instanzordner

Lösung:

  1. Prüfe deine Verbindung und schalte dein VPN aus
  2. Füge im Antivirus eine Ausnahme für den Ordner curseforge\minecraft hinzu
  3. Stell sicher, dass mindestens 10 GB frei sind
  4. Lösche die beschädigte Instanz und installiere erneut
  5. Wenn es weiter scheitert, stelle deinen DNS auf 1.1.1.1 (Cloudflare) oder 8.8.8.8 (Google) um

„Java not found“: Java wird nicht gefunden

Ursache: Die App findet die benötigte Java-Version nicht.

Lösung:

  1. Geh zu Settings → Minecraft → Java Settings
  2. Wähle unter „Java Installation“ die Option Managed by CurseForge
  3. Die App lädt die richtige Version automatisch herunter (17 oder 21)
  4. Alternativ verweist du von Hand auf Java 21 (zum Beispiel eines, das von adoptium.net installiert wurde)

„Out of memory“: das Spiel stürzt ab

Ursache: Das Pack braucht mehr RAM, als ihm zugewiesen wurde.

Lösung:

  1. Öffne das Modpack-Profil → ⋮ → Profile Options
  2. Erhöhe Allocated Memory:
    • Kleine Packs: 4 GB
    • Mittlere (Better MC): 6-8 GB
    • Große (ATM 10, GTNH): 10-12 GB
  3. Stell sicher, dass du 64-Bit-Java nutzt (32-Bit kommt nicht über 4 GB hinaus)
  4. Schließe vor dem Start andere Programme (Chrome, Discord)

„Forge version mismatch“: die Forge-Version passt nicht

Ursache: Eine Mod braucht eine andere Forge-Version als die installierte.

Lösung:

  1. Prüfe auf der Seite der Mod, welche Forge-Version sie braucht (zum Beispiel 1.20.1-47.2.0)
  2. Im eigenen Profil → ⋮ → Profile Options → Version
  3. Ändere die Forge-Version auf eine passende
  4. Oder entferne die Mod und such eine Version, die zu deinem Forge passt

„Profile already exists“

Ursache: Du erstellst ein Profil mit demselben Namen wie ein vorhandenes.

Lösung: Benenne das Profil um oder lösche das alte über ⋮ → Delete.

Die Overwolf-App startet nicht

Lösung:

  1. Deinstalliere Overwolf und CurseForge über die Systemsteuerung
  2. Lösche den Ordner C:\Users\[You]\AppData\Local\Overwolf
  3. Lade die neueste Version von curseforge.com/download herunter
  4. Installiere erneut. Deine Packs bleiben in ihrem Ordner und werden erkannt

Eine Mod lässt sich nicht aktualisieren

Ursache: Die Mod ist auf eine Version fixiert.

Lösung: Klicke im Reiter Installed mit der rechten Maustaste auf die Mod → Unpin. Klicke dann auf Update.

Welten verschwinden nach der Neuinstallation

Ursache: Die Neuinstallation eines Packs leert den Instanzordner.

Lösung: Kopiere vor einer Neuinstallation immer den Ordner saves. Du findest ihn unter curseforge/minecraft/Instances/[Pack]/saves.

Server-Packs: einen Modpack-Server betreiben

Autoren von CurseForge-Packs veröffentlichen neben dem Client oft ein sogenanntes Server Pack: eigene Dateien, um das Pack auf einem eigenen Server für Freunde zu betreiben. Multiplayer mit Mods gehört zu den häufigsten Einsatzzwecken von Modpacks.

Wo du ein Server Pack findest

  1. Öffne die Pack-Seite im CurseForge-Katalog
  2. Geh zum Reiter Files
  3. Suche nach Dateien mit der Bezeichnung „Server Pack“ oder „ServerFiles“
  4. Nicht jedes Pack bietet eins an. Fehlt es, frag den Autor in den Kommentaren

Den Server starten

  1. Lade die .zip des Server Packs herunter
  2. Entpacke sie in einen eigenen Ordner (zum Beispiel C:\MinecraftServer)
  3. Starte start.bat (Windows) oder start.sh (Linux)
  4. Akzeptiere beim ersten Start die Mojang-EULA (öffne eula.txt und ändere false in true)
  5. Der Server startet, standardmäßig auf Port 25565

Eine vollständige Anleitung zum Einrichten eines Servers findest du unter Einen Minecraft-Server erstellen. Wenn du Hosting suchst, schau dir Kostenloses Minecraft-Server-Hosting 2026 an.

Bedrock und Mobilgeräte

Obwohl CurseForge für Java-Mods bekannt ist, unterstützt die Plattform auch die Minecraft Bedrock Edition und hat eine mobile App.

Unterstützung der Bedrock Edition

Auf CurseForge findest du einen Bereich Bedrock mit Ressourcenpaketen, Karten und Add-Ons für Minecraft Bedrock. Die Dateien haben die Endungen .mcpack, .mctemplate und .mcaddon. Sie brauchen die CurseForge-Desktop-App nicht: Lade einfach die Datei herunter und öffne sie auf einem Gerät, auf dem Bedrock läuft (Windows 10/11, Android, iOS). Das Betriebssystem importiert das Add-On automatisch ins Spiel.

Beachte, dass es für Bedrock keine Mods im herkömmlichen Sinn gibt, nur Add-Ons, die stärker eingeschränkt sind als Java-Mods. Sie können Texturen und das Verhalten von Mobs ändern und Gegenstände hinzufügen, aber keine neuen Mechaniken wie Rohre oder Automatisierung einführen.

CurseForge Mobile

Overwolf hat eine mobile App veröffentlicht, CurseForge for Minecraft, für Android und iOS. Sie richtet sich ausschließlich an Minecraft Bedrock: Sie lädt Add-Ons und Texture Packs direkt in das Spiel, das auf deinem Smartphone oder Tablet installiert ist. Für Java ist die mobile App nutzlos, weil die Java Edition auf Mobilgeräten nicht läuft.

Mehr in unserem eigenen Guide, Minecraft PE (Bedrock): Server und Mods.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Funktioniert CurseForge offline?

Teilweise. Für die Installation eines Modpacks brauchst du eine Verbindung, nach dem Download und dem ersten Start kannst du aber offline spielen. Die App merkt sich dein Microsoft-Konto 7 Tage lang und lässt dich ohne Internet spielen. Nach 7 Tagen musst du dich wieder online anmelden.

Funktioniert CurseForge mit TLauncher?

Nein. TLauncher und andere raubkopierte Launcher werden von CurseForge nicht unterstützt. Die App verlangt eine legale Kopie von Minecraft, die auf minecraft.net gekauft wurde. Der Versuch, sich mit einem TLauncher-Konto anzumelden, endet mit einem Microsoft-Authentifizierungsfehler. Gemäß den Grundsätzen von minecraft.pl empfehlen wir immer, das Spiel legal zu kaufen, und raten ausdrücklich von raubkopierten Lösungen ab.

Kann ich CurseForge ohne Konto nutzen?

Nein. Die App verlangt ein Konto bei CurseForge, Overwolf, Discord oder Google: kostenlos, aber Pflicht. Auf curseforge.com selbst kannst du ohne Konto stöbern und herunterladen, musst dich aber registrieren, um Kommentare und Bewertungen zu schreiben oder Lesezeichen zu speichern.

Was ist Overwolf?

Overwolf ist eine App-Plattform für Gamer, so etwas wie „Steam für Gaming-Werkzeuge“. CurseForge ist eine der Apps, die im Overwolf-Ökosystem laufen. Ohne Overwolf funktioniert die CurseForge-App nicht. Das ist eine natürliche Abhängigkeit.

Kann ich meine Welt zwischen Packs verschieben?

Ja, wenn beide Packs dieselbe Minecraft-Version nutzen. Kopiere den Weltordner von Pack1/saves/[World] nach Pack2/saves/[World]. Bedenke aber, dass einzigartige Blöcke oder Gegenstände, die Mods erzeugen, in einem Pack entfernt werden, das diese Mods nicht hat.

Macht die CurseForge-App meinen Computer langsam?

Die App selbst braucht im Hintergrund 200-300 MB RAM. Beim Herunterladen von Packs kann sie CPU und Netzwerk beanspruchen. Nachdem du das Spiel beendet hast, kannst du die App schließen. Sie muss nicht im Hintergrund laufen.

Wie deinstalliere ich die CurseForge-App?

Unter Windows: Systemsteuerung → Programme → CurseForge und Overwolf getrennt deinstallieren. Unter macOS: beide Apps in den Papierkorb ziehen. Deine Modpacks bleiben im Ordner curseforge/minecraft. Lösche ihn von Hand, wenn du eine saubere Deinstallation willst.

Unterstützt CurseForge Quilt?

Ja. Seit 2023 unterstützt die App den Modloader Quilt offiziell, einen Fork von Fabric. Beim Erstellen eines eigenen Profils siehst du Quilt neben Forge, NeoForge und Fabric. Quilt ist eine Nische, aber mit Fabric-Mods kompatibel.

Warum laden manche Mods langsam herunter?

CurseForge nutzt ein verteiltes CDN, aber beliebte Dateien können überlastet sein. Außerdem begrenzt Overwolf die Bandbreite für kostenlose Downloads. Wenn ein Download hängt, stelle deinen DNS auf 1.1.1.1 um oder schalte kurz dein VPN aus.

Zusammenfassung

CurseForge ist 2026 die klar beste Plattform für Minecraft-Mods und Modpacks, mit dem größten Katalog (150.000+ Mods), einer kostenlosen Desktop-App für Windows und macOS, einem Reward-Points-System, das Ersteller unterstützt, und der zuverlässigen Infrastruktur von Overwolf. Einsteiger sollten mit der App und einem fertigen Modpack beginnen (ATM 10, Better MC, RLCraft): Die Installation mit einem Klick beseitigt 90 % der Konfigurationsfehler. Fortgeschrittene sollten eigene Profile mit Forge, NeoForge oder Fabric nutzen und Modrinth ergänzend danebenlaufen lassen. Denk an die Sicherheitsgrundlagen: Lade die App nur von curseforge.com/download herunter, aktiviere 2FA für dein Microsoft-Konto und nutze keine raubkopierten Launcher oder „Repacks“ von Discord. CurseForge setzt eine legale, auf minecraft.net gekaufte Kopie von Minecraft voraus. Das ist Pflicht und die Grundlage für sicheres Modding.